| Die handwerliche herstellung
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Ein notarieller Akt aus dem Jahre 1759 gibt eine genaue Beschreibung einer Papierfabrik jener Zeit. Der Komplex war aus abgegrenzten Abteilungen aufgebaut: dem Bereich des „pile“, der Wannen, jenem des Beckens, dem des „stracciaturo“, des Zerrupfens also, des Kessels der Wertstatt, des „asciugaturo“, also des Trocknens und dem des ulterioren Trockens (spannituro)“. Grundsätzlich bestand das Material aus Baumwollfetzen, Leinen oder
Sackleinen, die in Wannen aus Stein eingebracht wurden, genannt „pile“.
Die Zeit des Stampfens und die Form und Abmessung der Spitzen bestimmte
die Konsistenz des Breis und in der Konsequenz die Qualität des Papiers. Danach wurde den so gewonnene Brei in ein großes mit Majolika ausgekleidetes Becken gefüllt, gemischt und mit Bleichmitteln versetzt, unter Zusatz eines Knochenleims, der in dem entsprechenden Kessel zubereitet wurde. Die Arbeiter tauchten dann mit nackten Händen die „forma“
ins Becken, eine Art Sieb aus Bronze oder Messingfäden, mit einem
Rahmen aus Holz, dem „cassio“ (was soviel wie Kasten heißt)
das dann mit dem Brei bedeckt war, von dem das Wasser floss. |
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